Aufbau einer digitalen Kreiselsammlung

für historische und didaktische Forschung

Abschlusstagung von Gyrolog

Im Herbst 2020 endet die Laufzeit von Gyrolog. Aus diesem Anlass laden wir alle an der 3D-Digitalisierung von wissenschaftlichen Sammlungen Interessierten aus Universitäten und Hochschulen, aus Forschungsmuseen und anderen wissenschaftlichen Sammlungen ein, mit uns über die Erträge und Perspektiven der 3D-Digitalisierung wissenschaftlicher Sammlungen nachzudenken und aktiv zu dieser Tagung beizutragen. Die Tagung wird am Donnerstag/Freitag, den 2./3. Juli 2020 an der Universität Stuttgart (Bereich Stadtmitte) stattfinden. Auf dieser Website finden Sie stets die aktuellen Informationen, und auch das Tagungsprogramm werden wir hier veröffentlichen.



Call for Papers


Vom Schrank ins Netz.
3D-Digitalisierung wissenschaftlicher Sammlungen – gewusst wie?
2.-3. Juli 2020 Universität Stuttgart



Abschlusstagung des Projekts Gyrolog – Aufbau einer
digitalen Kreiselsammlung für historische und didaktische Forschung

Die Digitalisierung als ein Motor für Bestandssicherung, erhöhte Sichtbarkeit und verstärkte Nutzbarkeit hat die Arbeit der wissenschaftlichen Sammlungen in den letzten Jahren entscheidend verändert. Technologischer Fortschritt und Förderlinien zur Erarbeitung und Umsetzung von Digitalisierungskonzepten haben dabei das besonders herausfordernde Neuland der 3D-Digitalisierung eröffnet. Mit der Abschlusstagung des vom BMBF geförderten Projekts Gyrolog – Aufbau einer digitalen Kreiselsammlung für historische und didaktische Forschung sollen Erträge und Perspektiven der 3D-Digitalisierung von wissenschaftlichen Sammlungen zur Diskussion gestellt werden. Dabei stehen drei Fragenkomplexe im Mittelpunkt:

a) Im Spannungsfeld zwischen cutting edge und Massendigitalisierung : Strategien, Werkzeuge und Methoden der 3D-Digitalisierung wissenschaftlicher Sammlungen

In den letzten Jahren sind mit hohem apparativem und personellem Aufwand Techniken und Verfahren entwickelt worden, die es ermöglichen, Objekte in bisher nie da gewesener Weise dreidimensional zu erfassen und virtuell zu reproduzieren. Zugleich gibt es großen Bedarf an pragmatischen, mit beschränkten Ressourcen durchführbaren 3D-Digitalisierungsverfahren.

b) Vom Digitalisat zum digitalen Exponat: Zur Nutzung digitalisierter Sammlungsobjekte

3D-Digitalisate von Sammlungsobjekten stellen als solche, seien sie noch so hoch aufgelöst und ästhetisch aufbereitet, noch kein Nutzungskonzept dar. Erst dauerhafte Zugänglichkeit und entwicklungsfähige Nutzungskontexte gewährleisten, dass die im „digitalen Schrank" schlummernden Daten ihren wissenschaftlichen und kulturellen Wert entfalten.

c) Die im Dunkeln sieht man nicht: Digitalisierung als neue Kanonbildung?

Von eminent epistemischer Bedeutung ist die bislang kaum thematisierte Frage nach einer neuen Kanonisierung als Kollateralwirkung der 3D-Digitalisierung wissenschaftlicher Sammlungen. Wenn in vielen Fällen aus berechtigten Gründen (Ressourcen, konservatorischer Zustand, schlecht erschlossene Bestände) darauf verzichtet wird, alle Objekte in die 3D-Digitalisierung einzubeziehen, kann diese Auslese angesichts der leichten Zugänglichkeit der Digitalisate im Internet und der wachsenden Bedeutung digitaler Forschungsmethoden weitreichende Folgen haben.

Angebote für Vorträge (20-25 Min.) erbitten wir als Abstracts mit max. 3000 Zeichen im PDF-Format per email an Beate.Ceranski[at]hi.uni-stuttgart.de.

Best-practice-Modelle und Erfahrungsberichte aus 3D-Digitalisierungsprojekten sind ebenso willkommen wie konzeptuelle Überlegungen und kritische Reflexionen, die sich mit einem oder mehreren der oben genannten Aspekte beschäftigen. Bitte fügen Sie Ihrer Nachricht kurze Angaben über Ihre derzeitige Tätigkeit bzw. über Ihren Bezug zum Tagungsthema bei.

Einsendeschluss ist der 01.03.2020. Die Entscheidung über die Annahme Ihres Beitrags wird bis 15.03.2020 mitgeteilt werden.

Hier finden Sie den Call for Papers noch einmal als PDF zum Herunterladen.