Aufbau einer digitalen Kreiselsammlung

für historische und didaktische Forschung

Aktuelles - Blog des Forschungsprojekt Gyrolog

22.02.2018 Verfrühte Weihnachten - Auspacken und Sortieren der Sammlung zu Beginn des Projektes Anfang November

Libelle neben einer Inertialplattform von Ferranti (eingebaut im
Mehrzweckkampfflugzeug Panavia 200 Tornado)

Der erste Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung unserer Kreiselsammlung hört sich relativ einfach an: Auspacken und Sortieren. Unsere technikhistorische Mitarbeiterin bekam also eine frühe Bescherung und durfte schon vor Weihnachten, Anfang November, viele ‚Geschenke‘ auspacken. Nachdem die Sammlung in den letzten Jahren sanierungsbedingt eingelagert war, erblickten unsere Kreiselinstrumente jetzt wieder das Licht der Welt. Verschiedenste Geräte, von kleinen Kreiselkomponenten und Flugzeugmessgeräten wie Läufer und Libellen zu großen Plattformen, wurden vorsichtig ausgewickelt, mit der Inventarliste abgeglichen und an ihren neuen Platz gestellt. Dass diese empfindlichen Geräte vorher geschützt gelagert waren, zeigen nicht weniger als sechs volle Kartons mit Verpackungsmaterial, die zum Schluss übrig blieben. Das war aber auch nötig, bei ca. 150 Objekten insgesamt. Die Kreiselinstrumente unsere Sammlung befinden sich jetzt in geschützten Schränken in unserem Labor. Wir sind sehr glücklich darüber, dass alle Instrumente diese Odyssee allen Anschein nach unbeschadet überstanden haben. Die Sammlung an sich entstand schon während der 1960er und 1970er Jahren am Institut für Mechanik, damals noch an der Technischen Hochschule Stuttgart in der Stadtmitte. Schauen Sie sich doch einfach mal die Geschichte unserer Sammlung an.

24.01.2018 Vielen Dank an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen für den tollen und informativen Workshop!

Vielen Dank an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen für den tollen und informativen Workshop! Als Kick-Off am Montag wurde eine Reihe von Vorträgen der Mitarbeiter/innen des Gyrolog-Projektes, aber auch von auswärtigen Partnern, präsentiert. In einer bunten Mischung ging es um die Sammlung an sich, die technische Umsetzung der Digitalisierung durch CT-Scans und Photo-grammetrie sowie die inhaltliche Anreicherung über Metadaten. Abgerundet wurde der Montag durch eine Präsentation der historischen Hintergründe von Kreiselinstrumenten, gefolgt von Vorstellungen der zwei Ableger der Sammlung an der TU München und der JKU Linz. Am nächsten Tag stand ein Vortrag zur Digitalisierung, die Langzeitspeicherung und zur Verfügungstellung der Daten durch die Universitätsbibliothek an, inklusive eines ersten Beispiels zur 3D Betrachtung im Goobi Viewer.

Durch diese Präsentation ergaben sich schon erste Diskussionen zu arbeitspraktischen Aufgaben, wie der Lizenzierung durch Creative Commens und der Auswahl von Metadaten. Abgerundet wurde der theoretische Teil mit einer großen Diskussionsrunde von Nutzeranforderungen und -szenarien. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Museen und Universitäten bereicherten die Diskussion mit neuen Perspektiven. Dabei kamen interessante Fragen und Blickwinkel auf, wie etwa nach der historischen Erschließung, nach der Gestaltung eines Weges „vom Digitalisat zum Narrativ“, oder auch eher reflexiv gewendet, „Was kann ein Digitalisat eigentlich leisten?“. Als krönenden Abschluss des Workshops konnten die TeilnehmerInnen den Computertomographen und die Kreiselsammlung in einer Vorführung besichtigen.

Für das Projekt Gyrolog bedeutet der Workshop vor allem ein Mitdenken der Nutzerperspektiven in den nächsten Arbeitsschritten und vielleicht auch eine Erweiterung in der Zukunft auf Gyrolog 2.0. Wir freuen uns daher auf eine enge Zusammenarbeit mit allen Partnern und Nutzern! Sie konnten leider nicht teilnehmen, wüssten aber gerne mehr? Sie besitzen selbst Kreiselinstrumente, die unbedingt in die digitale Sammlung mit aufgenommen werden sollten? Sie haben noch weitere Ideen zur Nutzung der Digitalisate? Dann kontaktieren Sie uns gerne.

15.12.2017 Jetzt geht es endlich los! Herzlich Willkommen zu unserem Forschungsprojekt Gyrolog und dem damit verbundenen Auftaktworkshop. Am Montag und Dienstag nächste Woche (18. und 19.12.2017) treffen sich alle Mitarbeiter, Partner, Nutzer und Interessierte in Stuttgart, um sich über den Aufbau unserer digitalen Sammlung der Kreiselinstrumente für historische und didaktische Forschung auszutauschen.

Am Montag wird es Vorträge auf dem Campus der Stadtmitte zur Sammlung, ihrer Geschichte und Erschließung sowie den beteiligten Akteuren geben. Auch die technische Umsetzung mit avancierten Verfahren aus Computertomographie und Photogrammetrie wird ausführlich vorgestellt. Am Dienstag wird der Standort gewechselt. Wir werden den Campus Vaihingen besichtigen. Eingeleitet wird der Themenblock Nutzungsszenarien und -horizonte durch einen Vortrag über das Digitale Sammeln mit der Software Goobi. Anschließend werden im Kreis der potenziellen Nutzer Verwendungshorizonte der Digitalisate diskutiert. Abgerundet wird das Programm mit einer Demonstration des Computertomographen und einer Führung durch die Sammlung selbst.

Wir, das Team von Gyrolog, freuen uns auf eine spannende und produktive Zeit. Wenn Sie, auch kurzfristig, Interesse an einer Teilnahme haben, melden Sie sich einfach unter jfw@dsi.uni-stuttgart.de an. Wenn Sie leider nicht teilnehmen können, aber wissen möchten, wie der Workshop verlaufen ist und welche Ergebnisse herausgekommen sind, schauen Sie doch demnächst wieder auf dem Blog von Gyrolog vorbei.